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  • Historische Architektur vor malerischer Naturkulisse in Harpers Ferry, West Virginia
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    Harpers Ferry: Geschichtsträchtiger Ort am Ufer von zwei Flüssen

  • Spaziergang durch Berkeley Springs, West Virginia
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    Berkeley Springs: Erholsame Mineralquellen

  • Das Greenbrier Resort nahe Lewisburg, West Virginia
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    Lewisburg: Traditionsreicher Luxus und Kultur

  • Das Blennerhassett Mansion im Blennerhassett Island Historical State Park in Parkersburg, West Virginia
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    Parkersburg: Faszinierende Geschichte und lokale Legenden

  • Besucherin einer Boutique in Wheeling, West Virginia
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    Wheeling: Kultur der Appalachen und Geschichte

Roadtrip durch West Virginias Canaan Valley
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West Virginia: Historische Stätten und traumhafte Natur

Von Zaida Rios

  • Entfernung:
    1.070 km
  • Vorgeschlagener Zeitrahmen:
    1-2 Wochen

Vielfältige geschichtliche und kulturelle Sehenswürdigkeiten – nur wenige Stunden von Washington, D.C., entfernt

West Virginia begrüßt euch mit malerischen Kleinstädten, unberührter Natur, abwechslungsreichen Outdoor-Abenteuern und jeder Menge Geschichte. Fernab der Touristenmassen könnt ihr auf dem berühmten Appalachian Trail wandern, in Mineralquellen baden, durch elegante historische Wohnhäuser schlendern und sogar präkolumbianische Stätten erkunden. Los geht es im kleinen Harpers Ferry, das ihr vom internationalen Flughafen Washington Dulles (IAD) in Virginia mit einem Mietwagen in einer knappen Stunde erreicht.

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Historische Architektur vor malerischer Naturkulisse in Harpers Ferry, West Virginia
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Harpers Ferry: Geschichtsträchtiger Ort am Ufer von zwei Flüssen

Euer erstes Ziel sollte der hübsche Harpers Ferry National Historical Park am Zusammenfluss von Potomac River und Shenandoah River sein. Harpers Ferry ist eine wichtige Station am U.S. Civil Rights Trail, der bedeutende Orte und Städte aus der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung verbindet. Fünf Stätten im Park erinnern an den Amerikanischen Bürgerkrieg und die Abschaffung der Sklaverei. Das Lockwood House wurde während des Kriegs zum Krankenhaus für verwundete Soldaten der Unionsstreitkräfte umfunktioniert. Im John Brown’s Fort hielt sich der gleichnamige Sklavereigegner während seines Überfalls auf Harpers Ferry verschanzt. Obwohl der gewaltsame Angriff scheiterte, gilt die Episode heute als einer der Auslöser für den Amerikanischen Bürgerkrieg. Harpers Ferry bietet auch beste Voraussetzungen für Wanderungen, Kanu- oder Kajaktouren und sogar Zipline-Abenteuer. Zum Pflichtprogramm gehört eine Wanderung auf einem Abschnitt des legendären Appalachian National Scenic Trails. Eine Streckenkarte bekommt ihr im Appalachian Trail Visitor Center in Harpers Ferry. Verpasst es bei der Gelegenheit nicht, einen Blick auf das drei Meter große, dreidimensionale Reliefmodell des Trails zu werfen. Es veranschaulicht die gewaltigen Dimensionen dieses viel begangenen Fernwanderwegs, der sich von Georgia bis hoch nach Maine zieht. Ein knapp 5 km langer Abschnitt des Trails liegt innerhalb des Harpers Ferry National Historical Parks. Besonders beeindruckend ist der Blick auf Harpers Ferry und den Fluss vom Overlook Trail, der einen Teil des Maryland Heights Trails bildet. Unbedingt einen Abstecher wert ist auch der nach dem 3. US-Präsidenten Thomas Jefferson benannte Jefferson Rock zwischen den Parkbereichen Lower Town und Camp Hill. Stärken könnt ihr euch dann im Canal House Café, das nur wenige Gehminuten vom historischen Bezirk von Harpers Ferry entfernt ist. Das Restaurant befindet sich in einem historischen Steinhaus aus dem 18. Jahrhundert und serviert moderne „Farm-to-Plate“-Spezialitäten wie den begehrten Canal-Burger mit Sirloin-Steak von Angus-Rindern aus Weidehaltung.

77 km
1 Stunde mit dem Auto
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Spaziergang durch Berkeley Springs, West Virginia
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Berkeley Springs: Erholsame Mineralquellen

Auf dem historischen Washington Heritage Trail Scenic Byway erreicht ihr nach einer Stunde das nordwestlich gelegene Berkeley Springs. Der Berkeley Springs State Park beherbergt das älteste Spa Amerikas. Nach einem belebenden Bad im warmen Wasser könnt ihr ausgiebig von den diversen sonstigen Spa-Angeboten Gebrauch machen. Die kleine Stadt, die bereits im 18. Jahrhundert Besucher anlockte, bietet daneben noch mehrere andere historische Spas sowie individuelle Einkaufsangebote. Im Herzen des Ortskerns präsentiert Frog Valley Artisans lokales Kunsthandwerk im Stil der Appalachen. Das Sortiment reicht von bunten Töpferartikeln über charakteristische Metallskulpturen bis hin zu juwelenfarbenem Buntglas. Oft habt ihr Gelegenheit, die Künstler selbst zu treffen und von ihnen mehr über ihre Kreationen zu erfahren. Vor der Weiterfahrt solltet ihr dann noch am Star Movie Theatre vorbeischauen. Der nostalgische Filmpalast mit Neonmarkise hat am Wochenende geöffnet und verströmt unterhaltsames Lokalkolorit. Als Zwischenstopp auf dem Weg nach Lewisburg empfiehlt sich der kleine Gebirgsort Wardensville. Dort könnt ihr im Lost River State Park den Panoramablick vom Cranny Crow Overlook bestaunen oder gemütlich durch die Straßen schlendern, in deren historischen Gebäuden unter anderem Kunstgalerien und Antiquitätenläden eingezogen sind.

370 km
4,5 Stunden mit dem Auto
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Das Greenbrier Resort nahe Lewisburg, West Virginia
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Lewisburg: Traditionsreicher Luxus und Kultur

Die urige, traditionsbewusste Kleinstadt Lewisburg liegt knapp vier Stunden weiter südlich am beschaulichen Greenbrier River. Am Flussufer wurde eine stillgelegte Eisenbahntrasse als Greenbrier River Trail ausgewiesen. Die 125 km lange Freizeitstrecke zählt zu den 50 besten Millennium Legacy Trails in den USA. Nicht fehlen darf eine Übernachtung – oder wenigstens ein kurzer Besuch – im Greenbrier. Das Luxusresort in den Allegheny Mountains ist berühmt für seine Meisterschafts-Golfplätze sowie die exklusiven Spa-Anwendungen und vielseitigen Restaurants. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass sich unter dem ehrwürdigen Resort ein lange streng geheim gehaltener Bunker aus den Jahren des Kalten Kriegs befindet. Heute könnt ihr die unterirdische Bunkeranlage im Rahmen einer Führung besichtigen. Wenn ihr es eine Nummer kleiner bevorzugt, macht ihr mit dem General Lewis Inn im Zentrum von Lewisburg nichts verkehrt. Das gepflegte Boutique-Hotel punktet mit gehobenen Suiten und Gourmetmahlzeiten im eleganten Jefferson Dining Room. Danach erwartet euch ein ganz besonderer Kulturgenuss: In den gesamten USA gibt es nur vier Carnegie Halls, die durchgängig als Konzertbühne genutzt wurden – und eine davon befindet sich in Lewisburg. Um eine Aufführung mitzuerleben, solltet ihr euch bereits im Vorfeld um Tickets kümmern. Falls ihr keinen Erfolg habt, könnt ihr euch zumindest die drei Galerien und die Dauerausstellung „Arts from the Ashes“ zur Geschichte der Carnegie Hall ansehen und die angeschlossene West Virginia Music Hall of Fame besuchen. Bevor ihr euch dann wieder hinters Steuer setzt, solltet ihr euch im beliebten Stardust Café stärken. Das Best Ever BLT hält, was sein Name verspricht, und der Salat Trust Me wird das in ihn gesetzte Vertrauen sicher nicht enttäuschen.

304 km
2,83 Stunden mit dem Auto
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Das Blennerhassett Mansion im Blennerhassett Island Historical State Park in Parkersburg, West Virginia
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Parkersburg: Faszinierende Geschichte und lokale Legenden

Auch das knapp drei Stunden nordwestlich von Lewisburg gelegene Parkersburg lässt die Herzen von Geschichtsfreunden höherschlagen. Das Spektrum der Sehenswürdigkeiten reicht von präkolumbianischen Überresten bis hin zu Attraktionen aus der jüngeren Vergangenheit. Die Henderson Hall, ein gut erhaltenes viktorianisches Herrenhaus mit 29 Zimmern, ist im National Register of Historic Places gelistet. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich ein Familienfriedhof und die historischen Adena Indian Mounds. Das Alter dieser Begräbnisstätten der Adena-Kultur wird auf über 2.000 Jahre geschätzt. Danach solltet ihr einen Abstecher zum Blennerhassett Island Historical State Park einplanen. Der Park liegt auf einer kleinen Insel im Ohio River und ist per Flussboot zu erreichen. An dem im Palladianismus-Stil erbauten Blennerhassett Mansion starten ultracoole Geistertouren. Die schaurigen Geschichten drehen sich unter anderen um die Banshee von Marrtown, die als verschleierte Todesfee auf dem Rücken eines Pferdes erscheint, und den unheimlichen Mothman – eine riesige geflügelte Kreatur mit rot glühenden Augen, die in der Umgebung ihr Unwesen treiben soll. Die Sagen und Legenden werden mit einem Augenzwinkern erzählt. Ihr müsst euch auf dem Weg in die Berge und ins weniger als zwei Stunden nordöstlich gelegene Wheeling also nicht allzu sehr gruseln.

170 km
1,75 Stunden mit dem Auto
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Besucherin einer Boutique in Wheeling, West Virginia
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Wheeling: Kultur der Appalachen und Geschichte

Das historische Wheeling schmiegt sich in die entlegenen Ausläufer der Appalachen und bietet Attraktionen für jedes Alter. Der Centre Market wurde 1853 gegründet und beherbergt verschiedene Läden und Anbieter, die unter anderem Antiquitäten, Kleidung und Vintage-Schmuck im Sortiment haben. Für das leibliche Wohl sorgen traditionelle Pub-Gerichte oder Pizzen nach Hausmannsart. In den beiden Markthallen gibt es außerdem einen Bereich mit internationalen Spezialitäten. Die im Renaissance Revival-Stil erbaute West Virginia Independence Hall, ein offizielles National Historic Landmark, ist die Wiege des Bundesstaats West Virginia. Ein Rundgang führt euch durch die sorgfältig restaurierten Räume und vermittelt Wissenswertes zu den Auswirkungen der Gründung des Bundesstaats im Jahr 1863 auf den Amerikanischen Bürgerkrieg. Als letzter Abstecher lohnt sich danach noch das Kruger Street Toy and Train Museum. Von den nostalgischen bunten Spielsachen und Vintage-Zügen werden nicht nur Kinder begeistert sein. Die Heimreise könnt ihr dann vom internationalen Flughafen Pittsburgh (PIT) in Pennsylvania antreten.

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